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Lerne aus den Erfahrungen erfolgreicher Microbusiness-Entrepreneure

Der Gründungszuschuss – meine Erfahrungen und Tipps

Wenn Du das erste Mal von Gründungszuschuss hörst, kommt Dir dieser Begriff etwas abschreckend vor. Das liegt sicherlich nicht nur daran, dass er das Wort „schießen“ enthält, sondern vor allem an dem riesigen Berg unüberwindlicher Bürokratie, den Du dahinter vermutest.

Der Gründungszuschuss wird initial für die ersten sechs Monate Deiner Selbständigkeit gewährt. Wenn Du einmal den Bewilligungsbescheid erhalten hast, kannst Du auf die monatliche Unterstützung durch das Arbeitsamt zählen. Du musst diesen Zuschuss nicht zurückzahlen und keiner fragt, wie hoch Deine Einnahmen sind. Du kannst Dich dank dieser finanziellen Hilfe voll und ganz auf den Aufbau Deines Business konzentrieren.

Ja, die Beantragung des Gründungszuschusses ist genau reglementiert und geht mit einigen festgelegten bürokratischen Schritten einher. Dennoch lohnt es sich, sich mit dem Thema zu beschäftigen, und zwar nicht nur aus finanzieller Sicht.

Ich habe den Gründungszuschuss beantragt und bewilligt bekommen. Nun möchte ich Dir meine Erfahrungen schildern und was ich Dir diesbezüglich raten würde**.

Warum lohnt es sich, den Gründungszuschuss zu beantragen?

Zwei Gründe sind hier wesentlich:

1. Finanzielle Hilfe ohne Auflagen

Deine Selbständigkeit solltest Du gut vorbereitet beginnen. Damit ist natürlich auch die solide finanzielle Grundlage für Dein Business gemeint. Das würde ich jedem raten, der mich fragt.

Dennoch war es bei mir anders. Ich habe mein aufgebautes finanzielles Polster in unsere fast dreimonatige Reise gesteckt. Somit konnte ich auf keinen gefüllten Safe bei der Bank zurückgreifen. Für mich war es dennoch klar, dass ich meine bis dahin im Nebenerwerb ausgeübte Tätigkeit zu einer Vollzeit-Selbständigkeit ausbauen möchte. Also „musste“ ich mich intensiv mit der Option „Gründungszuschuss“ beschäftigen.

Ich hätte auch im Status „arbeitslos“ im Nebenerwerb weiter Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit erzielen können, jedoch hätte ich maximal 15 Stunden pro Woche arbeiten und einen Betrag in Höhe von maximal 165 Euro pro Monat erwirtschaften dürfen. Das ist nicht gerade ein steiler Start eines Business.

Als ich mir darüber im Klaren war, habe ich sofort das Gespräch mit meiner Beraterin bei der Agentur für Arbeit gesucht. Anfangs hatte ich selbst noch Zweifel, ob ich den Sprung in die Vollzeit-Selbständigkeit aus den oben genannten Gründen machen soll. Doch als mich meine Beraterin selbst darauf ansprach, dass ich bei unserem ersten Gespräch das Thema erwähnt hätte, wurde mein „Ich-schaff-das-schon-Geist“ wieder geweckt. Somit hatte ich auch das erste positive Signal von meiner Beraterin empfangen (weiter unten gehe ich darauf ein, wie wichtig die Kommunikation mit Deinem Berater von der Agentur für Arbeit ist).

Aber nicht nur finanziell gesehen ist der Existenzgründungszuschuss eine Hilfe, sondern auch aus kaufmännischer Sicht eine gute Übung, was uns zum nächsten Punkt führt.

2. Erste Bewährungsprobe für Dein Business-Konzept

Zu den erforderlichen Unterlagen für die Vervollständigung des Antrags auf Gründungszuschuss gehört unter anderem der Businessplan, oft auch Geschäftskonzept genannt. In diesem Konzept erläuterst Du Deine Geschäftsidee und legst detailliert dar, warum Du die Voraussetzungen erfüllst, um ein erfolgreiches Business zu betreiben.

Zudem beschäftigst Du Dich mit den äußeren Faktoren, die einen Einfluss auf Dein Business haben könnten wie bspw. die Konkurrenz oder die Risiken auf dem Markt. Durch die Auseinandersetzung mit diesen Punkten gewinnst Du einen guten Überblick, welche Chancen sich ergeben, aber auch welchen Herausforderungen Du Dich stellen musst. Das Niederschreiben auf Papier „zwingt“ Dich dazu, vage Vorhaben und Vorstellungen, detailliert und sachlich zu betrachten.

Der Businessplan

Im Businessplan steckt das Wort „Plan“ drin. Also kann das Konzept nur eine Richtung Deiner Businessidee vorgeben. Ob alles auch so eintritt, wie Du es Dir ausmalst, kann leider keiner vorhersehen.

Das wurde mir deutlich bewusst, als mich der Berater für die fachkundige Stellungnahme (Bewertung des Geschäftskonzeptes durch eine fachkundige Stelle) darauf hinwies, dass ich bei den voraussichtlichen Einnahmen im ersten Jahr einen Betrag auf den Cent genau angegeben hatte. Mit einem leichten, gut gemeinten, Schmunzeln meinte er, dass man die Summen runden kann, da es sich nur um geschätzte Werte handelt.

Insbesondere, wenn Du Deinen Businessplan im Rahmen des Beantragungsprozesses schreibst, versuche logisch, nachvollziehbar und detailliert alle Aspekte Deines Business zu betrachten. Wenn Du Unterstützung benötigst, dann besuche ein Businessplanseminar oder besprich die Struktur und den Inhalt mit dem Berater, der später die fachkundige Stellungnahme erstellt. Ich habe entsprechende Erstellungshinweise auch bei der Abholung des Antrags auf Gründungszuschuss bekommen.

Hier kannst Du sehen, wie der Businessplan in der Regel aufgebaut ist.

Wenn Du nach „Businessplanseminar“ in Deiner Stadt suchst, wirst Du schnell viele Angebote finden. Auswahlkriterien könnten z.B. die Dauer und Detailtiefe des Seminars sein, aber auch wer der Anbieter ist. Für bestimmte Berufe gibt es spezialisierte Verbände oder Kammern, die hauseigene Seminare anbieten. Wenn Du eine freiberufliche Tätigkeit ausübst, kannst Du zum Beispiel prüfen, ob es in Deiner Stadt einen Verband für Freie Berufe gibt und er solche Veranstaltungen im Angebot hat.

Die sorgfältige inhaltliche Ausarbeitung des Businessplans wird es der fachkundigen Stelle erleichtern, Dein Konzept zu verstehen und zu bewerten. Warum sollte dann später das Arbeitsamt was an Deinem Konzept aussetzen, wenn er bereits eine positive fachkundige Bewertung erhalten hat?

Und noch ein Tipp: lege für Dich selbst einen Zeitrahmen für die Erstellung des Businessplans fest. Somit stellst Du sicher, dass Du Dich kontinuierlich mit dem Thema beschäftigst und die Erstellung nicht aufschiebst. Darüber hinaus ist es absehbar, wann Dein Konzept fertig ist, was die Motivation weiter steigert. Ich hatte mir eine Arbeitswoche (fünf Tage) für die Fertigstellung gegeben.

Was beinhaltet das Antragspaket?

Der Businessplan ist auch schon die „größte“ Hürde, die Dich etwas mehr Überwindung kostet. Alle weiteren erforderlichen Unterlagen, wie z.B. den Nachweis für die Anmeldung beim Finanzamt/Gewerbeamt oder Deinen Lebenslauf, erhältst Du sowieso im Laufe des Businessstarts oder hast diese bereits vorliegen.

Der eigentliche Antrag auf Gründungszuschuss, den Du ausfüllen musst, besteht aus – sage und schreibe – zwei Seiten. Alles andere sind Anlagen:

  • Businessplan
  • Nachweis Anmeldung Finanzamt/Gewerbeamt
  • fachkundige Stellungnahme
  • Nachweis für absolviertes Existenzgründerseminar (je nach Anforderungen der zuständigen Agentur für Arbeit),
  • Lebenslauf
  • Nachweis der persönlichen Eignung, z.B. durch Ausbildungszertifikate, o.ä.
  • und so weiter.

Die genaue Auflistung der erforderlichen Unterlagen bekommst Du bei der Abholung des Antrages.

Das Existenzgründerseminar dauert in der Regel zwei Tage. Auch dafür findest Du schnell verschiedene Anbieter im Internet, bei deren Auswahl sich die gleichen Kriterien wie beim Businessplanseminar eignen.

Die fachkundige Stellungnahme bekommst Du durch die entsprechenden qualifizierten Stellen nach Sichtung Deines Businessplans.

Da die Erstellung des Businessplans und die Sammlung der weiteren Unterlagen eine Weile in Anspruch nehmen können, ist es empfehlenswert einige Vorbereitungen noch während Deiner Zeit als Angestellter zu treffen. Zum Beispiel kannst Du im Urlaub das Existenzgründerseminar besuchen. Solange der Besuch nicht länger als zwei Jahre zurückliegt, wird der Nachweis bei der späteren Beantragung des Gründungszuschusses anerkannt. Wenn Dein Beschäftigungsverhältnis dann beendet ist, und Du mit der Selbständigkeit starten möchtest, hast Du nicht mehr eine so lange ToDo-Liste zu erledigen.

Aber Vorsicht: Du darfst Deine Selbständigkeit nicht vor der Beantragung des Gründungszuschusses (=Abholung der Antrages) aufnehmen! Somit kommen wir zu den Voraussetzungen für die Antragsstellung.

Unter welchen Voraussetzungen bist Du berechtigt, den Gründungszuschuss zu beantragen?

Förderfähig sind Arbeitnehmer, die mit einer hauptberuflichen selbständigen Tätigkeit die Arbeitslosigkeit beenden. Den genauen Wortlaut der Definition und Voraussetzungen kannst Du aktuell im Gesetzestext § 93 SGB III nachlesen oder hier noch ausführlicher studieren.

Folgende Punkte müssen auf Dich zutreffen:

  • Du hast noch mindestens 150 Tage Anspruch auf Arbeitslosengeld I
  • die Aufnahme der selbständigen Tätigkeit muss zur Beendigung der Arbeitslosigkeit führen (du musst mindestens einen Tag lang arbeitslos gemeldet sein) und einen Umfang von mindestens 15 Stunden pro Woche haben
  • Du musst über entsprechende Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, die für die erfolgreiche Ausübung der selbständigen Tätigkeit notwendig sind
  • Dein Gründungskonzept ist tragfähig

Deine Gründung muss noch vor Beginn der 150-Tage Frist erfolgen. 150 Tage sind ungefähr fünf Monate. In der Regel wird ALG I für 12 Monate gewährt. Das heißt, dass Du ab dem ersten Tag der Arbeitslosigkeit bis zu Beginn der 150-Tage-Frist ca. sieben Monate Zeit für die Beantragung hast. Du kannst Dein Business also schon am zweiten Tag der Arbeitslosigkeit starten oder kurz vor Beginn der 150-Tage Frist anmelden. An dieser Stelle ich noch wichtig zu wissen, dass Dein Restanspruch auf ALG I entsprechend zeitlich „schmilzt“, je später Deine Gründung erfolgt.

Antragsstellung=Abholung der Antragsunterlagen

Die Antragsstellung ist erfolgt, wenn Du die Antragsunterlagen bei der Agentur für Arbeit abholst, nicht wenn Du diese später ausgefüllt abgibst. Wichtig ist, dass der Zeitpunkt der Gründung erst nach dem Datum der Antragsstellung (=Abholung der Unterlagen) liegt.

Die Abgabe der vollständigen Unterlagen könnte dann auch nach Beginn der Selbständigkeit erfolgen. Wenn Du jedoch die Förderung so schnell wie möglich bekommen möchtest, solltest Du versuchen, auch die Abgabe der notwendigen Unterlagen rechtzeitig vor dem Startzeitpunkt der Selbständigkeit zu gewährleisten.

Du musst in jedem Fall ein gewisses finanzielles Polster einplanen, um die Zeit von Antragsstellung bis hin zur ersten Zahlung des Zuschusses zu überbrücken.

Da der Zeitpunkt der Gründung nicht vor der Antragsstellung liegen darf (=Abholung der Unterlagen), musst Du Dich rechtzeitig mit dem zeitlichen Ablauf der Antragsstellung beschäftigen und darauf achten, Fristen einzuhalten und formale Fehler bei der Reihenfolge der notwendigen Schritte zu vermeiden. Es wäre zu schade, wenn Du deswegen aus dem Verfahren ausscheidest. Weiter unten findest Du ein Beispiel wie die Zeitschiene aussehen könnte.

Die Ermittlung des genauen Datums, wann Deine Gründung spätestens erfolgen darf (=letzter Tag vor Überschreitung der 150-Tage-Grenze), erfährst Du ganz unkompliziert telefonisch bei der zuständigen Agentur für Arbeit.

Die Tragfähigkeit des Konzeptes wird durch eine fachkundige Stelle bescheinigt. Die fachkundigen Stellen werden Dir vom Arbeitsamt genannt. Oft sind es die gleichen Institutionen, die auch die Existenzgründerseminare anbieten, z.B. IHK oder die Kammern und Verbände für bestimmte Berufsgruppen. Stelle sicher, dass Du eine autorisierte Organisation mit der fachkundigen Stellungnahme beauftragst, die beim Arbeitsamt anerkannt ist.

In dieser Broschüre der Agentur für Arbeit findest Du eine Zusammenstellung der wichtigsten Eckdaten zum Gründungszuschuss.

Was gehört noch dazu?

Wenn alle oben genannten Punkte auf Dich zutreffen, kannst Du theoretisch den Gründungszuschuss beantragen. Praktisch gehört noch ein bisschen mehr dazu.

Eine Tatsache, die sich zu Deinem Lasten auswirken könnte, ist Deine Vermittelbarkeit auf dem Arbeitsmarkt. Die Priorität der Agentur für Arbeit liegt darin, geeignete Kandidaten für die offenen Stellen zu finden. Wenn Du ein fachliches Profil hast, das am Markt sehr gefragt ist, wäre für das Arbeitsamt Deine Vermittlung in eine Festanstellung die bevorzugte Verfahrensweise. In diesem Fall besteht aus Sicht der Agentur für Arbeit kein nachvollziehbarer Grund, warum eine Selbständigkeit die bessere Option wäre. Darauf weist die Behörde auch in ihren Broschüren hin.

Zudem ist der Gründungszuschuss seit einigen Jahren eine Ermessensleistung. Selbst wenn Du alle Voraussetzungen erfüllst und das Antragsverfahren formal richtig absolvierst, hast Du keinen Anspruch auf die Förderung.

In meinen Tipps weiter unten beschreibe ich, welches Argument ich mir für den Fall einer ungünstigen Ausgangslage zugelegt hatte.

Wie hoch ist der Gründungszuschuss?

Der Gründungszuschuss für die ersten sechs Monate setzt sich aus dem Betrag, den Du als Arbeitslosengeld I bekommen würdest, und 300 Euro für die soziale Absicherung zusammen. Die Unbekannte in dieser Gleichung – die Höhe des Arbeitslosengeldes I – kannst Du im Internet , z.B. hier schnell selbst ermitteln. Dieser Betrag hängt davon ab, ob Du Kinder hast, aber auch, ob Du in den neuen oder alten Bundesländern wohnst.

Nach Ablauf der initialen sechs Monate kann der Zuschuss für weitere neun Monate, jedoch nur in Höhe der Pauschale für die soziale Absicherung gewährt werden.

Zeitlicher Ablauf und Dauer

Die Dauer des Prozesses hängt ein Stück weit von Dir ab. Wenn Du bereits noch während Deines Beschäftigungsverhältnisses die Antragsunterlagen abholst (=Antragsstellung) und Dich um die Vervollständigung des Antrages kümmerst, kannst Du den Antrag sogar noch vor Ende Deiner Festanstellung abgeben.

Hierbei ist Vorsicht bei den Formalien geboten: beachte die Voraussetzung von mindestens einem Tag Arbeitslosigkeit. Wenn Dein Arbeitsvertrag zum Beispiel am 31.10. endet, musst Du den Beginn Deiner Selbständigkeit auf den 02.11. legen. Achte dabei auch auf Feiertage. Wenn der 01.11. ein Feiertag ist, dann musst Du am 02.11. noch arbeitslos sein und den Start Deiner Selbständigkeit erst für den 03.11. anmelden.

Wenn wir beim obigen Beispiel bleiben, ist folgendes beispielhaftes Ablaufszenario möglich.

Dein Vertrag wurde zum 31.10. durch den Arbeitgeber gekündigt. Du hast Dich rechtzeitig bei der zuständigen Agentur für Arbeit diesbezüglich gemeldet (beachte unbedingt die erforderlichen Fristen und Hinweise). Am 01.09. hast Du das erste Gespräch mit Deinem Berater bei der Agentur für Arbeit. Du kommunizierst offen Dein Vorhaben, Dich selbständig zu machen und holst die Unterlagen gleich ab (=Antragsstellung). Ab dem 02.09. bereitest Du die Unterlagen vor. Beim jeweiligen Finanzamt bzw. Gewerbeamt meldest Du die Selbständigkeit zum 02.11. an (der 01.11. ist kein Feiertag und Du bist somit einen Tag lang arbeitslos). Du gibst den Antrag am 15.10. bereits vollständig ab.

Wenn Du selbst die Kündigung einreichst und keine triftigen Gründe dafür hast, legt die Agentur für Arbeit eine Sperrfrist von drei Monaten fest. In dieser Zeit erhältst Du kein Arbeitslosengeld und auch keinen Gründungszuschuss. In unserem Beispiel würde die Sperrzeit bis zum 31.01. des Folgejahres laufen. Du kannst den Gründungszuschuss dann frühestens ab dem Monat Februar des Folgejahres bekommen.

Für den Fall, dass Du nicht gleich nach Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses gründen möchtest, hast Du ca. sieben Monate Zeit bis zum Beginn der 150-Tage-Frist. Du kannst diese Zeit für die Vorbereitung der Selbständigkeit nutzen, aber auch bereits im Nebenerwerb selbständig sein. Hierbei musst Du den durch die Agentur für Arbeit vorgegebenen Rahmen für Nebentätigkeiten beachten. Mit dem Gründungszuschuss wird dann Deine hauptberufliche Selbständigkeit gefördert.

Das obige Beispiel stellt aus Gründen der Übersichtlichkeit einen relativ kurzen Zeitrahmen dar. In der Regel wirst Du länger benötigen, um alle Unterlagen zusammen zu stellen. Gleichzeitig kann es sein, dass die Mühlen bei der Agentur für Arbeit langsam mahlen. Dadurch ist es nicht ausgeschlossen, dass der gesamte Prozess über Monate hinweg dauert. Du brauchst also einen langen Atem.

Bei mir ging alles erfreulicherweise schnell: zwischen Abholung der Unterlagen (=Antragsstellung) und dem Eintreffen des Bewilligungsbescheides lagen zwei Monate. Einen Monat habe ich für die Vorbereitung der Antragsunterlagen gebraucht und vier Wochen dauerte die Prüfung durch die Agentur für Arbeit. Meine Beraterin wusste jedoch bereits, dass die Vollzeit-Selbständigkeit bei mir eine reale Option ist, und war auf meine Antragsstellung gefasst. Zudem hatte ich schon ein Existenzgründerseminar besucht.

Meine persönlichen Tipps

Auf Basis meiner persönlichen Erfahrungen habe ich folgende drei Punkte identifiziert, welche ich Dir als wesentliche Erfolgsfaktoren mitgeben würde:

  • rechtzeitige und offene Kommunikation mit Deinem Berater bei der Agentur für Arbeit (damit meine ich auch gut zuhören)
  • lückenlose und sorgfältige Vorbereitung der erforderlichen Dokumente
  • Prozesskenntnis und Einhaltung der Formalien

Im Gespräch mit Deinem Berater kannst Du nicht nur Dein Geschäftskonzept und die Gründe für die Selbständigkeit erläutern, sondern auch „heraushören“, wie er Deinem Vorhaben gegenüber eingestellt ist bzw. wie er Deine Erfolgsaussichten einschätzt.

Ich bin überzeugt, dass viele Berater zum Wohle des Existenzgründers handeln möchten. Daher kann es vorkommen, dass Dir Dein Ansprechpartner auch gleich im ersten Gespräch negative Signale sendet, um Dir eine Enttäuschung durch eine Ablehnung zu ersparen (oder seinen Aufwand zu minimieren – aber das kannst Du nicht genau wissen).

Er wird Dir vermutlich nicht offen sagen: „Herr K., es macht keinen Sinn, den Gründungszuschuss zu beantragen. Unsere Töpfe sind erschöpft und grundsätzlich fördern wir keine Krankenpfleger, die am Arbeitsmarkt gut vermittelbar sind.“

Aber was ich mir durchaus vorstellen kann, ist eine Aussage wie diese:

„Herr K., Sie haben eine abgeschlossene Ausbildung als Krankenpfleger und wir haben viele Jobangebote für Sie. Warum wollen Sie sich ausgerechnet als Graphik Designer selbständig machen?“

Wenn Du diese negative Grundtendenz verspürst, dann solltest Du noch einmal für Dich abwägen, ob Du den Weg der Beantragung bis zum Ende gehst, vorausgesetzt Du bekommst tatsächlich die Unterlagen. Bei geringen Erfolgsaussichten ist schon dieser erste Schritt mit großer Anstrengung verbunden. Der Berater darf die Herausgabe des Antrages nicht verweigern, kann diese aber verzögern oder versuchen, Dich mit entmutigenden Äußerungen zum Aufgeben zu bewegen.

Ich rate Dir, bei Erhalt des Antrages diesen trotzdem ausgefüllt abzugeben, da Du im Laufe des Prozesses viel lernst und durch die fachkundige Stellungnahme eine zweite Meinung zum Gründungskonzept bekommst.

Umgekehrt kann es durchaus sein, dass auch positive Aussagen seitens des Arbeitsamt-Mitarbeiters erfolgen, um Dich zu ermutigen. Diese könnten so klingen: „Frau S., Sie haben eine sehr starke Spezialisierung, die am Markt nicht so oft zu finden ist. Insbesondere in unserer Region sind mir keine passenden Stellen bekannt.“

Mit diesem Hinweis sagt Dir der Berater, dass Du schwer vermittelbar bist und somit gute Chancen für Förderung im Falle einer Existenzgründung hast.

Natürlich hast Du Deine ganz persönliche Situation, und jeder Berater beim Arbeitsamt hat seine eigene Vorgehensweise. In jedem Fall gilt es, sich vorher zu überlegen, welche Argumente Du dem zuständigen Bearbeiter liefern kannst, damit er mit gutem Gewissen die Antragsunterlagen herausgibt. Ich hatte Glück und hatte eine verständnisvolle Beraterin, die mir sehr wohl gestimmt war. Trotzdem hatte ich folgendes Argument in petto, falls sie Zweifel an der Angemessenheit meines Antrages geäußert hätte.

Durch die Selbständigkeit konnte ich zum damaligen Zeitpunkt zeitnah meine Arbeitslosigkeit beenden. Da ich nach der Kündigung meiner Festanstellung (was zu einer Sperrfrist für ALG I geführt hatte) zunächst drei Monate unterwegs war, war ich bei der Antragsstellung nach meiner Rückkehr wieder arbeitslos gemeldet. Gleichzeitig war damals bereits absehbar, dass mir in einigen Monaten ein Umzug in eine andere Stadt bevorstand, sodass die Bemühungen um eine langfristige feste Anstellung am aktuellen Ort nicht besonders sinnvoll gewesen wären. Somit hätte ich bei einer Beibehaltung des Status „arbeitslos“ noch ein paar Monate bis zum Umzug die Arbeitslosenstatistik belastet.

Denk nach – welche Argumente kannst Du bringen?

Eins muss Dir bewusst sein: Dein Berater möchte alles richtig machen. Im Zweifel muss er sich vor seinen Vorgesetzten rechtfertigen, warum er Dir den Gründungszuschuss bewilligt hat. Versetze Dich in seine Lage und versuche seine Position zu verstehen. Was er braucht, sind gute Argumente und sorgfältig vorbereitete Unterlagen.

Was ist, wenn es doch nicht klappt?

Bei aller Vorbereitung solltest Du Folgendes im Hinterkopf behalten:

Es gibt manchmal Umstände, die Du selbst nicht kontrollieren kannst. In diesem Fall könnten es zum Beispiel folgende sein: die Fördertöpfe für Existenzgründer sind bereits leer, Vorgaben des jeweiligen Arbeitsamtes bzgl. der Bewilligungsquoten, Einstellung Deines Beraters. Letzteres hängt jedoch sicherlich stark ebenfalls von äußeren Faktoren ab, daher solltest Du Misserfolge in dieser Hinsicht auch nie zu persönlich nehmen.

Bei einem ablehnenden Bescheid kannst Du einen Widerspruch einlegen oder Dich nach anderen Alternativen für die Finanzierung umschauen.

Fast geschafft!

Du solltest den gesamten Prozess sachlich betrachten und Dir Mühe geben, alle Anforderungen vorschriftengemäß zu erfüllen. Du kannst sie nicht ändern.

Wenn Du einmal die Antragsunterlagen in den Händen hältst (und somit gleichzeitig den Antrag gestellt hast) sowie keine warnenden Signale seitens Deines Beraters bei der Agentur für Arbeit vernommen hast, bist Du Deinem Ziel bereits ein ganzes Stück näher gerückt. Bei einer Bewilligung des Zuschusses wirst Du aus zweierlei Gründen ein gutes Gefühl haben – erstens, weil Du eine finanzielle Grundlage für den Start geschaffen hast, und zweitens weil Du mit deinem Geschäftskonzept überzeugen konntest.

Und noch ein Tipp für Durchhänger zwischendurch: mache Dir stets bewusst, warum Du das Ganze machst. Du gehst diesen Weg letztendlich für Dich und Dein Business. Auch wenn sich manchmal eine natürliche innerliche Abwehrreaktion gegenüber der bürokratischen Hürden schwer unterdrücken lässt, denke immer daran, dass die bloße Möglichkeit einer solchen Förderung keine Selbstverständlichkeit ist.

Hilfreiche Links und Literatur

Ich gebe zu, dass das Thema auf den ersten Blick überwältigend erscheint. Mir ging es anfangs auch so. Ständig musste ich immer wieder nachlesen und nachschauen, was nun wichtig ist und was ich machen muss.

Als Nachschlagewerk diente mir das Buch von Andreas M. Idelmann „Tipps und Tricks zum neuen Gründungszuschuss und Einstiegsgeld“. Auf knapp 70 Seiten wird der gesamte Prozess übersichtlich und nachvollziehbar beschrieben. Du kannst das Buch an einem Tag durchlesen. Der inhaltliche Aufbau spiegelt gleichzeitig den Zeitplan für den Gründungszuschussprozesses wider. Das hilft sicherzustellen, dass Du die richtige Reihenfolge einhältst.

Darüber hinaus habe ich mich für das kostenlose Webinar auf gruendungszuschuss.de angemeldet. Hier werden alle grundlegenden Infos gut zusammengefasst.

Eine knackige Zusammenfassung bietet auch die diese Broschüre der Agentur für Arbeit.

Auf Um180 Grad findest Du einen umfangreichen Artikel von Carina zu diesem Thema, der keine Fragen offen lässt.

Drei Erzählungen über den Gründungszuschuss kannst auf WirelessLife nachlesen.

Geschafft!

Hast Du schon selbst Erfahrungen mit dem Gründungszuschuss gemacht oder steckst Du selbst gerade mitten im Antragsprozess? Dann freue ich mich über Deinen Kommentar.

 

 

**Hinweis:

In diesem Artikel fasse ich meine persönlichen Erfahrungen und Überlegungen (Stand April/Mai 2015) zusammen. Es handelt sich ausschließlich um einen persönlichen Bericht und nicht um eine Rechtsberatung. Ich erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Aktualität der Angaben. Es ist möglich, dass die verschiedenen Arbeitsämter andere Vorschriften haben. Ich empfehle Dir so früh wie möglich, das Gespräch mit der zuständigen Agentur für Arbeit zu suchen.

Lediglich aus Gründen der besseren Lesbarkeit verwende ich im Text die männliche Form „Berater“, wenn von mir unbekannten MitarbeiterInnen der Agentur für Arbeit oder ExistenzgründerberaterInnen die Rede ist. Sämtliche Bezeichnungen gelten gleichwohl für beide Geschlechter.

27 Comments

  1. Sehr schöner Beitrag zu diesem Mega Thema.

    • Vasilena

      12. Februar 2016 at 10:58

      Vielen Dank, Marcel. 🙂

      • Befinde mich gerade im Finanzteil vom BP. Antragsabgabe in knapp 2 Wochen. Und dann heißt es hoffen 🙂

        Schöne Idee mit deiner Webseite.

        • Vasilena

          12. Februar 2016 at 11:08

          Und Du wirst vielleicht überrascht sein, dass es sogar Spaß macht, sich mit dem Finanzteil zu beschäftigen. 😉 Es geht um Dein Business. Dann drücke ich ganz fest die Daumen für Deinen Antrag! Beste Grüße, Vasilena

          • Danke sehr.
            Das stimmt, das versuche ich mir auch immer vor Augen zu halten, bei all dem bürokratischen Aufwand, das man es ja für sich tut 🙂

            Dir weiterhin viel Erfolg.

            LG
            Marcel

  2. Hey, dein Beitrag ist zwar schon eine Weile her, aber da mich das Thema aktuell beschäftigt war dein Artikel wirklich informativ und hilfreich. Danke!!
    Eine Frage stellt sich mir aber doch noch: Wie konntest du 3 Monate verreisen? Hast du dich nach deiner Kündigung nicht gleich arbeitssuchend gemeldet? Bei mir heißt es, dass ich mich jetzt nach der Kündigung gleich bewerben muss und ab meiner Arbeitslosigkeit auch nur maximal 21 Tage im Jahr in Urlaub gehen darf…
    Ich würde mich über deine Antwort freuen! LG Jule

    • Vasilena

      14. April 2016 at 06:45

      Hi Jule,

      vielen Dank für Deine Rückmeldung und Deinen Kommentar. 🙂

      Ja, wenn man arbeitssuchend gemeldet ist, muss man jederzeit zur Verfügung stehen und den zeitlich begrenzten Urlaub vorab anmelden.

      Daher hatte ich mich für die Zeit der Reise wieder abgemeldet.

      Der Ablauf bei mir war so: Etwa 2,5 Monate vor meinem letzten Arbeitstag habe ich mich mit dem Arbeitsamt in Verbindung gesetzt. Daraufhin wurde der gesamte Prozess für die Arbeitslosenmeldung in Gang gesetzt. Ich bekam einen Termin bei meiner Berufsberaterin (zuständig für die Stellenvermittlung) und einen weiteren Termin bei einer anderen Mitarbeiterin, die über den Leistungsanspruch entschieden hat. Meiner Berufsberaterin gegenüber habe ich offen meine Reisepläne kommuniziert, sodass wir eher allgemein über meine Situation gesprochen haben, als dass wir konkrete Schritte für die Stellenvermittlung diskutiert haben. Sie schlug vor, das Thema nach meiner Rückkehr wieder aufzugreifen.
      Im Termin mit der zweiten Mitarbeiterin ging es darum, meinen Leistungsanspruch zu prüfen und die Gründe für meine Kündigung zu klären. Bei diesem Termin habe ich gleich meine Abmeldung veranlasst, die ein paar Tage vor der Abreise wirksam wurde. Meine Abreise lag zeitlich nah an meinem Austrittstermin aus dem Unternehmen.

      Wenn Du abgemeldet bist, hast Du keinen Anspruch auf die Leistungen der Arbeitsgentur. Dafür bist Du flexibel und kannst für längere Zeit verreisen.

      Ich hoffe, dass Dir diese Infos weiterhelfen.

      Liebe Grüße
      Vasilena

  3. Gründungszuschuss erfolgreich gewährt 🙂

    LG Marcel

  4. Moin,
    schöner Beitrag, aber eine Sache ist unplausibel. Wenn du vorher selbstständig warst in Teilzeit, dann hast du da ja bereits Einnahmen erzielt nehme ich an. Dementsprechend ist der Freibetrag des selbstständigen Zuverdienst zum ALG1 höher als die 165€…Wer in Teilzeit monatlich 1000€ neben dem Angestelltenjob verdient hat, kann dies auch weiter tun wenn er ALG1 bezieht…

  5. Hallo Vasilena,

    vielen Dank für die ausführliche Beschreibung deines Vorhabens. Auch wenn es schon eine Weile her ist, hat es für mich Relevanz und ich hoffe, du kannst mir eine kleine Frage beantworten.

    Du sagst an einer Stelle, dass, wenn man länger mit der Gründung wartet (also bis zur 150-Tage-Frist), der Restanspruch auf ALG1 schmilzt. Ich dachte immer, dass das ALG1 nicht mehr gezahlt wird, wenn man gründet. Kannst du mir vielleicht kurz erklären, wie lange mein ALG1 gezahlt werden würde, wenn ich (wie du) am 2. Tag der Arbeitslosigkeit die Selbstständigkeit beginne.

    Vielen Dank! 🙂

    • Vasilena

      13. März 2017 at 16:24

      Hallo Rico,

      herzlichen Dank für Deinen Kommentar.

      Es ist so wie Du das beschreibst – wenn man gründet bekommt man kein ALG I mehr. Man geht also das Risiko ein, am Ende ohne ALG I und auch ohne Gründungszuschuss da zu stehen (wenn Du gründest und den Gründungszuschuss doch nicht bewilligt bekommst).

      Wenn Du Deine Selbständigkeit am zweiten Tag der Arbeitslosigkeit anmeldest, bist Du ab diesem Zeitpunkt nicht mehr arbeitslos. Das heißt, dass Du kein ALG bekommst. Du musst also abwägen, ob Du gleich anmeldest oder einen späteren Zeitpunkt wählst. Bei einer frühen Anmeldung ergibt sich der Vorteil, dass Dein Gesamtanspruch auf ALG I nicht „aufgebraucht“ wird – Du hast dann noch 12 Monate Anspruch (und noch 7 Monate bis Beginn der 150-Tage-Frist). Diesen Anspruch kannst Du (nach meinem letzten Kenntnisstand) innerhalb von 3 Jahren noch geltend machen.

      Wenn Du kurz vor Beginn der 150-Tage-Grenze gründest, könnte das evtl. später negative Folgen haben, falls Du wieder in der gleichen Situation bist (Du möchtest aus der Arbeitslosigkeit heraus gründen und einen Gründungszuschuss beantragen. Das ist nur möglich, falls der erste nicht bewilligt wurde). Dann hast Du nur noch wenige Tage bis die 150 Tage überschritten sind anstatt 7 Monate Zeit (was der Fall wäre, wenn Du gleich am Anfang der „ersten“ Arbeitslosigkeit gründest).
      Ich hoffe, dass Dir diese etwas umständliche Erklärung weiterhilft.:-)

      Ich würde Dir raten, diese Frage auch direkt mit Deinem Berater bei der Agentur für Arbeit zu besprechen. Dann erfährst Du auch, ob es in den letzten Jahren eine Änderung diesbezüglich gab.

      Viel Erfolg bei dem Antrag! Ich drücke die Daumen, dass es klappt!
      Liebe Grüße
      Vasilena

  6. Hallo Vasilena,
    danke für diese sehr hilfreiche Erklärung der zeitlichen Abläufe!
    Dass der Antrag schon als gestellt gilt wenn man ihn nur abholt (und daraufhin auch die Zahlung von ALG1 eingestellt wird) ist ein wichtiges Detail welches von der AA hier in Duisburg gerne einfach mal verschwiegen wird. (Nicht nur bei mir) Wenn man also direkt aus dem angestelltenverhältnis noch vor dem ersten Tag der Arbeitslosigkeit den Antrag „einfach mal so“ mitgegeben bekommt ist er schon vom Ablauf her gescheitert da der eine Tag fehlt den man arbeitslos sein muss um den Antrag zu stellen anscheinend.
    Viele Grüsse,
    Erik

    • Vasilena

      5. April 2017 at 17:27

      Hallo Erik,

      herzlichen Dank für Dein Feedback.

      Das ist ein wichtiger Punkt – die Abholung der Antragsunterlagen ist auch gleichzeitig die Antragstellung. Es ist wichtig, dass die Antragstellung (=Abholung der Unterlagen) VOR der Anmeldung der Selbständigkeit passiert.
      Ich habe jedoch den Prozess so verstanden, dann man auch noch während des festen Angestelltenverhältnisses den Antrag abholen, ausfüllen und abgeben kann. Dann gibt man auf dem Antrag ein Gründungsdatum in der Zukunft an, sodass man mindestens einen Tag lang nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses als arbeitslos gemeldet sein kann. Entscheidend ist also das Datum der Gründung und nicht das Datum der Antragstellung. Die Gründung muss nach mindestens einem Tag Arbeitslosigkeit tatsächlich erfolgen.
      Daher sollte eine frühzeitige Antragstellung kein Ausschlusskriterium sein. Mit Glück bekommt man dann die Entscheidung über den Gründungszuschuss noch bevor man überhaupt arbeitslos ist.
      Im Buch von Andreas Idelmann „Tipps und Tricks zum neuen Gründungszuschuss und Einstiegsgeld“ werden die zeitlichen Abläufe und auch verschiedene Szenarien anschaulich erklärt.
      Bei mir hat die Antragsbearbeitung ca. 4 Wochen gedauert. Ich musste ca. 1 Monat überbrücken. Nach der positiven Entscheidung des Arbeitsamtes bekam ich auch relativ schnell die erste Zahlung aus dem Gründungszuschuss.

      Liebe Grüße und viel Erfolg bei Deiner Unternehmung!
      Vasilena

  7. Vielen lieben Dank für die Artikel,

    ich bin gerade auch dabei den Prozess zu durchlaufen.

    Lg

    Martin

    • Vasilena

      8. Juli 2017 at 22:59

      Hi Martin,

      gern geschehen! Wie aufregend, dass Du gerade mitten im Prozess steckst! Ich drücke Dir die Daumen!

      Liebe Grüße
      Vasilena

  8. Vasilena, das ist eine unglaublich gute und extrem transparente Beschreibung mit vielen wichtigen Details, die man sonst nirgendwo findet! Wirklich Klasse!
    Ich hätte mir gewünscht, dass ich diese schon früher gefunden hätte, als ich da noch mittendrin war und mir manchmal ein wenig den Kopf zerbrochen hab.
    bin inzwischen schon durch durch den Prozessen ( vorgestern kam die Bewilligung!:-), aber ich werde Deinen Artikel an einen Freund weiterleiten, der jetzt grade überlegt, ob er das mit dem Gründerzuschuss machen soll.
    Und dank Deiner tollen Arbeit wird er es viel leichter haben.
    Vielen Dank, Vasilena!

    • Vasilena

      13. November 2017 at 00:07

      Hallo Kathrin,

      vielen lieben Dank für Dein Feedback! Und herzlichen Glückwunsch zur Antragsbewilligung!:-) Es freut mich sehr zu hören, dass es geklappt hat.
      Frohes Schaffen für Deine Selbstständigkeit!
      Liebe Grüße
      Vasilena

    • Vasilena

      2. Dezember 2017 at 09:34

      Hi Kathrin,

      vielen lieben Dank für Dein tolles Feedback! Es freut mich sehr, dass der Artikel Dir und Deinem Bekannten einen Mehrwert liefert. Wir Selbständige brauchen jede verfügbare Unterstützung, auch wenn es manchmal nur eine kleine Ermunterung im Sinne eines „Go get it“ ist.:-) Viel Erfolg für Dein Business!

  9. Was für ein hilfreicher Artikel, vielen Dank!
    Ich bin gerade von einer wenig kooperativen Mitarbeiterin der Arbeitsagentur stark entmutigt. Da hat es sehr geholfen, deine Erfahrungen und Tipps zu lesen.
    Viele Grüße aus Essen,
    Eva

    • Vasilena

      13. November 2017 at 00:05

      Hi Eva,

      es freut mich sehr, dass Dir der Artikel geholfen hat! Vielen Dank für Dein Feedback.
      Ich drücke die Daumen, dass Du die nötige Unterstützung bei der Arbeitsagentur findest.
      Viel Erfolg mit dem Antrag!
      Liebe Grüße
      Vasilena

  10. Hallo Vasilena, vielen dank für diesen gut geschriebenen und hilfreichen Artikel!
    Ich bin in einer ähnlichen Situation wie du damals: Ich habe meinen Job gekündigt, und werde ab 1.12. arbeitslos sein. Ich habe Anspruch auf ALG I, jedoch muss ich zunächst meine Sperrzeit bis 1.3. abwarten. In der Zwischenzeit (ab Anfang Dezember) möchte ich für ein paar Monate wegfahren, um neue Energie und Inspiration zu tanken. In dieser Zeit würde ich mich vom Arbeitsamt abmelden. Wenn ich wieder komme (vss März/April) würde ich gerne den Weg in die Selbsständigkeit wagen. Der Gründungszuschuss würde mir dabei sehr helfen.
    Nun meine Frage: Wenn ich nächste Woche zum Arbeitsamt gehe, ist es ratsam gleich meinen zukünftigen Plan in die Selbstständigkeit offenzulegen? Oder soll ich erstmal nur angeben, dass ich eine Auszeit brauche und mich deshalb abmelden möchte, und das Thema Selbsständigkeit und Gründungszuschuss dann erst im März anzusprechen, wenn ich zurückkomme? Mit meiner Ausbildung und Beruf habe ich beste Chancen vermittelt zu werden (was ich aber nicht möchte), deshalb möchte ich strategisch möglichst clever vorgehen. Vielen Dank!

    • Vasilena

      14. November 2017 at 19:38

      Hi Christian,

      vielen Dank für Dein Feedback!

      Ich habe damals auch eine Auszeit genommen und eine Reise gemacht – herzlichen Glückwunsch zu Deiner Entscheidung!:-)

      Als ich mich abgemeldet habe, habe ich das Thema Selbstständigkeit mit meiner Beraterin nicht im Detail besprochen. Soweit ich mich erinnern kann, ging es darum, dass ich eine Auszeit mache, mich deshalb abmelde und alles Weitere nach der Neuanmeldung besprochen werden kann. Es kann sein, dass ich erwähnt habe, dass ich im Nebenerwerb Übersetzungen mache und diese Tätigkeit während meiner Reise nicht betreiben werde, aber im Gespräch ging es definitiv nicht grundsätzlich nur um die Selbstständigkeit.

      Du kannst versuchen, einige Infos zu erfragen, z. B. ist es tatsächlich so, dass Du gut vermittelbar bist und wie stünden Deine Chancen, wenn Du Dich selbständig machen würdest. Das sind ja nur theoretische Fragen, die Dir aber helfen könnten, die Reaktion Deines Bearbeiters/Deiner Bearbeiterin einzuschätzen.

      Ich drücke die Daumen für das Gespräch und wünsche Dir viel Spaß unterwegs!

      Liebe Grüße
      Vasilena

  11. Anna-Lena K.

    1. März 2018 at 16:35

    Hallo,

    ich habe eine Frage. In dem Text steht, dass der Mitarbeiter der Argentur für Arbeit den Antrag rausgeben muss?
    Wie schaffe ich es, wenn meine Bearbeiterin sagt,, Das ist eine gute Idee, aber das Formular bekommen Sie nicht. Sie können sich ja so selbständig machen“.
    Was soll ich jetzt tun ?
    Heißt das sie ist verpflichtet mir den zu geben wenn ich danach frage?

    Liebe verzweifelte Grüße

    • Vasilena

      3. März 2018 at 13:17

      Hi Anna-Lena,
      das ist ja wirklich eine verzwickte Situation. Ich weiß nicht, ob die Mitarbeiter der Agentur heute verpflichtet sind, das Formular herauszugeben. Vielleicht findest Du konkret etwas dazu im Internet. Damals war das glaube ich so. Ich würde mich jedenfalls nicht so „abspeisen“ lassen. Du kannst versuchen den Antrag auch telefonisch einzufordern. Vielleicht klappt es dann. Jedenfalls musst Du dann abwägen, ob sich das lohnt. Wenn Deine Sachbearbeiterin jetzt schon so negativ eingestellt ist, stellt sich die Frage, ob der Antrag letztendlich auch gute Chancen hat, bewilligt zu werden. Ich drücke Dir die Daumen! Liebe Grüße, Vasilena

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