microbusiness hero

Lerne aus den Erfahrungen erfolgreicher Microbusiness-Entrepreneure

Interview #19 Die Kommunikations-Ninja und Freedom-Enthusiastin

Suzanne Frankenfeld
  • Microbusiness:  www.suzannefrankenfeld.de
  • Persönlicher Blog: Free Your Work Life
  • Leistungen: Kommunikationsberatung, Social Media Strategie & Management, Copywriting
  • Startkapital: ca. 400 € + Laptop-Anschaffung
  • Gründungsjahr Nebenerwerb: 2015
  • Vollzeit-Selbständigkeit ab: Juli 2016

 

Kennst Du Free You Work Life? Nein? Dann solltest Du schleunigst auf dem Blog von Suzanne vorbeischauen, insbesondere dann, wenn Du mit Deinem Arbeitsleben unzufrieden bist. Sie schreibt über ihre Erfahrungen und ihren nicht ganz einfachen Weg, den sie als Angestellte eines Konzerns und auch später nach ihrer Kündigung gegangen ist. Suzanne setzt sich mit der Frage auseinander, wie wir uns von Zwängen befreien und ein erfülltes Arbeitsleben erschaffen können, das unserer Persönlichkeit entspricht, wie wir den richtigen Arbeitgeber finden und – last but not least – warum sie nun beschlossen hat, sich selbständig zu machen.

Ab Mitte Juli wird Suzanne ihre zunächst als nebenberuflich angemeldete Tätigkeit als Strategische Kommunikationsberaterin in Vollzeit ausüben. Was ihre Entscheidung beeinflusst hat und welche Pläne sie hat, erzählt sie uns in diesem Interview. Bühne frei für Suzanne!

Suzanne, was ist Dein Microbusiness? Worin genau besteht Deine Tätigkeit?

Ich arbeite als Strategische Kommunikationsberaterin, Texterin und Social Media Managerin für Freelancer, Solopreneure und wachsende Unternehmen.

Das bedeutet kurz gesagt: Ich helfe Freelancern und sehr kleinen Unternehmen dabei, das Erreichen ihrer Geschäftsziele mit professioneller, strategischer Kommunikation zu unterstützen.

Du betreibst auch den Blog Free Your Work Life, auf dem der Leser viele inspirierende Texte, unter anderem zum Thema „erfülltes Arbeitsleben“ findet. Woher kam die Inspiration für den Blog?

Die kommt mitten aus dem Leben!

Ende 2014 fand ich mich in einer psychisch ziemlich desaströsen Lage wieder, die nicht ausschließlich, aber doch zu großen Teilen durch die Umstände meines damaligen Jobs ausgelöst worden war.

Diese Krise zu verarbeiten und damit anderen zu helfen, die in einer ähnlichen Lebenssituation „feststecken“, war für mich der Anlass, Free Your Work Life zu gründen.

Heute geht es mir wieder gut und ich gebe Dinge und Anregungen weiter, die mir auf meinem Weg geholfen haben.

Derzeit betreibst Du Deinen Microbusiness noch nebenberuflich und wirst ab Mitte Juli Vollzeit durchstarten. Warum hast Du Dich letztendlich entschieden, weiterhin freiberuflich zu arbeiten anstatt Dir eine Festanstellung zu suchen?

Ganz einfach: Weil ich es liebe!

Ich habe während meiner nebenberuflichen Tätigkeit gemerkt, dass ich es absolut liebe, meine Kunden eigenverantwortlich und auf Augenhöhe zu beraten – ohne einen Chef fragen zu müssen, wie ich nun bei Kunde XY vorgehen soll.

Und weil ich es liebe, gemeinsam mit meinen Kunden tolle Strategien und Inhalte zu entwickeln, die deren Business merklich nach vorne bringen. Das gibt mir einfach unglaublich viel.

Nicht zuletzt finde ich die flexiblen Arbeitszeiten und –orte für mich persönlich sehr reizvoll. Ich mag das sehr.

Ich habe übrigens schon Monate vor der eigentlichen Entscheidung gemerkt, dass die hauptberufliche Selbstständigkeit eigentlich das ist, was ich mir wünsche. Aber eine ganze Zeit lang hatte ich eine ordentliche Blockade im Kopf, die mir gesagt hat: Du kannst das nicht (hauptberuflich machen)!

Wie viel Startkapital hast Du investiert, um Dein Business zu starten?

Etwa 400,- €, die Anschaffung meines Laptops Anfang 2015 mal nicht mitgerechnet.

Von diesem Geld habe ich eine Existenzgründungsberatung bei meiner Steuerberaterin in Anspruch genommen, einige E-Books/Onlinekurse zum Thema (Online-)Selbstständigkeit gekauft, Visitenkarten drucken lassen sowie meine Homepage aufgesetzt.

Wie bist Du bei der Konzipierung Deines Business vorgegangen? Wie hast Du Deine Zielgruppe und Dein Angebot definiert?

Das kam eigentlich Step by Step. Dadurch, dass das Ganze zunächst gar nicht hauptberuflich geplant war und ich erstmal mit der Verarbeitung meiner Job- und Lebenskrise beschäftigt war, durfte sich mein Business gaaaanz langsam mit mir entwickeln.

Dass ich Kommunikation mache, war mir klar, denn darin bin ich gut und es bereitet mir Freude. Die genaue Ausgestaltung hat sich dann mit der Zeit ergeben und je mehr ich meiner Intuition folge, desto besser läuft es.

Ich dachte ursprünglich, ich würde hauptsächlich mit Mittelständlern zusammenarbeiten, bis ich ein paar Aufträge von Einzelunternehmerinnen hatte und die mir so unglaublich viel Freude gemacht haben, dass ich dachte: Das möchte ich weitermachen!

Mein Angebot war anfangs auch noch breiter aufgestellt, einfach weil ich keine Ahnung davon hatte, dass das eher ein Nachteil als ein Vorteil ist. Ich dachte, das bringt mir irgendwas, wenn ich xyz auch noch mit anbiete.

Ich bin immer noch im Prozess und die eine oder andere Leistung wird noch wegfallen, hinzukommen oder angepasst werden, aber im Großen und Ganzen steht mein Angebot inzwischen. Das ist aber natürlich nicht in Stein gemeißelt – ich verändere mich, und so darf es auch mein Angebot.

Welche Fähigkeiten schätzt Du als wichtig für den Aufbau Deines Microbusiness ein?

Da ich den Großteil meiner fachlichen Kenntnisse schon mitgebracht hatte, war es bei mir persönlich auf jeden Fall die Fähigkeit, mich immer wieder zu motivieren, positiv zu denken und mich selbst anzutreiben, ja, nahezu zu coachen bzw. zu erkennen, an welchen Punkten ich mir Unterstützung holen sollte.

Dein Mindset ist das A & O bei jeder Selbstständigkeit, ganz egal, ob Du die nebenberuflich oder hauptberuflich machst. Ich musste also lernen, mir selber immer wieder gut zuzureden und mich nicht vor mir selbst klein zu machen.

Welche Internet-Tools und Hilfsmittel verwendest Du gern?

Im Aufbau meiner Selbstständigkeit haben mich die E-Books von Carina Herrmann (um180grad.de)* unglaublich nach vorne gebracht.

Das gratis Angebot canva.com nutze ich für tolle visuelle Inhalte für Facebook & Co – für meine Kunden genauso wie für meinen eigenen Blog. Ganz fantastische Creative Commons-Zero-Bilder (die man ohne Quellennennung für alle möglichen Zwecke nutzen darf) gibt es bei unsplash.com.

Den Timer auf toggl.com nutze ich gerne bei Aufträgen, bei denen ich nach Zeit abrechne (und nicht nach Pauschale).

Außerdem ein toller Tipp: Likealyzer.com ist ein tolles und zuverlässiges Tool zur Analyse von Facebook-Seiten!

Du arbeitest jetzt seit einigen Monaten an Kundenprojekten. Welche Lektionen hast Du bislang über die Arbeit mit Kunden und die Selbständigkeit im Allgemeinen gelernt?

Bisher gab es keine schwierigen Lektionen. (Ich klopfe auf Holz!)

Kommunikation ist wie immer ALLES im menschlichen Zusammenleben und –arbeiten. Mir ist es wichtig, dass ich genau abkläre, was der Kunde sich von dieser Zusammenarbeit verspricht, und auch: was ich erwarte, zu welchen Konditionen wir zusammenarbeiten (z. B. bei Texten: wie viele Korrekturrunden sind im Pauschalpreis enthalten), etc.

Ich manage für manche Kunden komplett eigenständig deren Social Media Kanäle, da muss schon vorher der Rahmen sehr gut abgesteckt sein, was geht und was nicht.

Welche sind die größten Herausforderungen jetzt zu Beginn Deiner Vollzeit-Selbständigkeit?

Hm, ich muss sagen, ich habe gerade ein extrem herausforderndes Jahr hinter mir, gerade ist für mich eher eine Zeit der seelischen Entspannung. Es läuft gut und so darf es jetzt gerne erstmal weitergehen.

Möglicherweise wird es eine Herausforderung werden, auch mal Nein zu sagen und genügend Zeit für Free Your Work Life und die großen Pläne, die ich damit noch habe, aufzubringen! Aber ich bin optimistisch, dass ich das gut hinkriege, eben weil ich in den letzten 12, 15 Monaten schon ziemlich viel lernen durfte.

Wenn Du die Zeit noch einmal zurückdrehen würdest, würdest Du Dich wieder so entscheiden – Deinen Job zu kündigen, oder würdest Du etwas anders machen?

Ich würde es auf jeden Fall wieder tun! Was durch diese Kündigung ins Rollen gebracht wurde, hat mein Leben letztendlich unglaublich bereichert. Es war ein teilweise sehr schmerzhafter Weg, aber er hat sich echt gelohnt!

 

MBH: Herzlichen Dank, Suzanne!

Hast Du noch Fragen an Suzanne? Dann hinterlasse einen Kommentar.

*Anmerkung: Ein MB-Interview mit Carina Herrmann findest Du hier.

2 Comments

  1. Danke Dir, Vasilena 😀

    Ich fand Deine Fragen richtig toll und es hat Spaß gemacht, sie zu beantworten 🙂

    Alles Liebe
    Suzanne

    • Vasilena

      10. Juli 2016 at 21:02

      Vielen Dank, liebe Suzanne, für Deine Teilnahme und viel Spaß bei der Vollzeit-Selbständigkeit! 🙂

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

*

© 2018 microbusiness hero

Theme by Anders NorenUp ↑